Zeitungsbericht: Neue Württembergische Zeitung Geislingen 26.06.20006
RADMARATHON / Mit 18 Prozent Steigung war der Reichenbacher Hexensattel der steilste Anstieg
Sprudel bei Radlern heiß begehrt
Zur Stärkung bei der „Alb-Extrem" 108 Kisten Bananen und 15 000 Müsli‑Riegel
Beim 23.Alb‑Extrem‑Radmarathon des RMSC Ottenbach, der gestern auch durchs Täle und Geislingen kam, ging es heiß her. Bei 30 Grad im Schatten und wenig Wind waren die verschiedenen Getränke an den Verpflegungsstationen sehr begehrt.
VON MICHAEL BRUST
Reichenbach im Täle: Bei hochsommerlichen Temperaturen können sich die Meisten nichts Schöneres vorstellen, als faul im Schatten zu liegen oder sich im Freibad abzukühlen. Anders geht es den 3500 Radfahrern, die sich gestern eine der vier zwischen 190 und 280 Kilometer langen Strecken des Alb‑Extrem‑Radmarathons vornahmen.
Damit die Radsport‑Begeisterten an den zahlreichen Anstiegen der Alb nicht die Kräfte verloren, war eine anständige Versorgung natürlich Pflicht. „Wir haben knapp 40 Paletten mit Getränken besorgt“, berichtete Nicole Bastendorf, die beim veranstaltenden RMSC Ottenbach für die Verpflegung der Teilnehmer zuständig war. Und erzählte weiter: „Am begehrtesten ist Mineralwasser. Wenn es morgens kühl ist, trinken die Radler aber auch gerne Tee. Gegen Mittag dann ist Cola gefragt, um sich mit Zucker und Koffein zu versorgen.“ Zur weiteren Stärkung der Radfahrer hatte der Verein unter anderem 108 Kisten Bananen und 15 000 Müsliriegel besorgt.
Die gute Verpflegung bei der Alb-Extrem wissen die Radler zu schätzen. „Die Versorgung hier ist einfach top. Vor allem der Hefezopf ist sehr lecker“, sagt Jürgen Uhl, nachdem er kurz zuvor den Hexensattel bei Reichenbach im Täle, den mit 18 Prozent Steigung steilsten Anstieg, erklommen hat. Der 52‑jährige Elektrotechniker aus Wernau zählt zu den erfahrenen Radlern im Feld, so ist er bereits zum achten Mal dabei und war auch schon bei ähnlichen Veranstaltungen am Start. Mit den diesjährigen Bedingungen kommt er gut zurecht: „Mir liegt das heiße Wetter. Natürlich muss man viel trinken." Seine Flaschen füllt er deshalb mit Apfelschorle und Mineralwasser. Auf der Fahrt lässt er’s sich dann eine Banane schmecken.
Bananen hat Rainer Steimle mit seinem 15‑köpfigen Helfer‑Team bereits gegen 9 Uhr morgens auf den Hexensattel geschafft. Der 59‑Jährige betreut bereits seit knapp 20 Jahren die hiesige Verpflegungsstation. „Angefangen haben wir damals mit sieben Kisten Mineralwasser. Heute haben wir einen Lkw mit insgesamt 270 Kisten. Davon ist das Meiste sauerer Sprudel, aber auch Spezi, Apfelsaftschorle und ACE‑Saft. Dazu kommen noch 55 Hefekränze, Bananen und Müsliriegel." Auch ein mit 2000 Litern Wasser gefülltes Fass ist vorhanden ‑zur Freude der Radfahrer-, die nach dem anstrengenden Anstieg eine Abkühlung gut brauchen können. Die große Masse der Radler, die auf dem Hexensattel vorbeikommt, erwartete Steimle zwischen 13 und 15 Uhr: „Ich gehe davon aus, dass wir die Getränke fastvollständig wegbekommen. Auch unser großes Wasserfass wird wohl aufgebraucht werden."
Gegen 19 Uhr ging dann für Rainer Steimle und die anderen knapp 400 freiwilligen Helfer, die auf den verschiedenen Etappen an den Versorgungsstationen oder als Streckenposten eingeteilt sind, die „Alb-Extrem" zu Ende.
Neue Württembergische Zeitung Geislingen




