Zeitungsbericht: Remszeitung 26.06.2006
Radsport 3500 Athleten gingen gestern in Ottenbach an den Start ‑ Strecke wieder durch Gmünd
Gluthitze Alb‑Extrem so extrem wie selten zuvor
Schönes Wetter wünscht sich wohl jeder Veranstalter für sein Ereignis. Der Alb‑Extrem gestern war jedoch von der Sonne schon zu sehr verwöhnt. Bei Gluthitze wurde es einer der „extremsten“ Alb‑Extrem der vergangenen Jahre. Das wurde schon am frühen Morgen deutlich, als die Athleten unter anderem den Kontrollpunkt auf dam Gmünder Marktplatz passierten.
VON RALPH WILD
Thomas Wollny vom Veranstalter MRSC Ottenbach konnte aber trotz der hohen Temperaturen Entwarnung geben:“ Es ist nichts passiert, was für uns natürlich das Wichtigste ist. Außer ein paar Schürfwunden, die bei kleineren Stürzen zu verzeichnen waren, hatten wir einen recht ruhigen Sonntag." Dass die Temperaturen so weit nach oben kletterten wie bislang kaum in diesem Jahr, war für Wollny ebenfalls kein Problem: „Die Athleten, die beim Alb‑Extrem starten, wissen, worauf sie sich einlassen. Und: Wir veranstalten hier ja keine Radtour....."
Damit das riesige Feld von 3500 Sportlerinnen und Sportlern wieder bestens versorgt werden konnte, stand dem Veranstalter erneut eine riesige, organisatorische Meisterleistung bevor. Einige Zahlen, die zeigen, was der Alb‑Extrem hinter den Kulissen bedeutet: Rund 1,7 Tonnen Bananen wurden ausgeben, ebenso einige Tausend Yoghurt, Müsli‑ und Energie‑Riegel. Die Athleten verbrauchten zudem allein an Apfelschorle und Mineralwasser rund 21000 (!) Liter. „Da kommen aber noch riesige Mengen an Cola, Kaffee, Tee usw. hinzu", so Thomas Wollny.
Und auch der Personaleinsatz beim Alb-Extrem ist extrem: 350 Helfer sorgen dafür, dass vom Parkplatz am frühen Morgen bis zur Versorgung der Athleten, der Besetzung der Kontrollpunkte und der Streckenposten alles reibungslos läuft. Wollny:“ Mit 3500 Athleten haben wir deutlich mehr Sportler auf der Strecke, als unsere kleine Gemeinde Einwohner hat.“ In Ottenbach leben rund 2400 Menschen, „ wobei fast aus jeder Familie einer als Mitarbeiter beim Alb-Extrem vor Ort ist.“
Die Sportler absolvierten zusammengenommen eine Strecke, die länger als von der „ Erde zum Mond und zurück“ ist. Die weiteste Entfernung für die fittesten Sportler betrug gestern einmal mehr 280 Kilometer.
Remszeitung Schwäbisch Gmünd




